Großes Spektrum an Möglichkeiten

BÜTTELBORN. »Wir können uns nicht aussuchen, wie alt wir werden, sehr wohl aber, wie wir alt werden«, schreibt Christa Kling im Vorwort ihres Kursprogramms. Die Gesundheitsberaterin für ganzheitliche Gesundheit, Fastenleiterin und Lebensmittel-Allergieberaterin gründete vor fünf Jahren das Institut für Entspannung und ganzheitliche Gesundheit in der Büttelborner Taunusstraße 27. Seit kurzem liegt ihr neues Halbjahresprogramm vor.

Beim Blättern im Programmheft fällt die Vielfalt der angebotenen Kurse und Informationsabende auf, darunter auch Themen wie ›Ganzheitliche Farbberatung‹, ›Berufsfindungstag‹ oder ›Lebendige Bilder‹, die auf den ersten Blick kaum etwas mit der landläufigen Vorstellung von Gesundheitsprävention gemein haben. Näher betrachtet, habe beispielsweise die Zufriedenheit im Beruf sehr viel mit dem körperlichen und geistigen Wohl zu tun, ist Christa Kling überzeugt.

Beim Kurs ›Berufsfindung‹ orten die Teilnehmer zusammen mit einer Sozialpädagogin ihre Potenziale und überlegen, wie diese besser gefördert werden können. »Geldsorgen oder ein Job, der keinen Spaß macht, machen krank«, sagt Kling. Um den Stress im Beruf abzubauen, rät sie daher, sich Entspannungstechniken anzueignen, um mit den nicht veränderbaren, unangenehmen Seiten des Alltags besser zurande zu kommen.

In diesem Zusammenhang bietet Christa Kling auch Kurse mit psychologisch geschulten Therapeuten an. Ihr Anliegen ist es, alle Gesundheitsthemen durch Kurse oder Vorträge abzudecken. Sie möchte das Zusammenspiel von Ernährung, Bewegung, Entspannung und Psyche erfahrbar machen. Motiviert wird sie dabei von der Überzeugung, dass Gesundheitsprävention für jeden Menschen zur Selbstverständlichkeit werden sollte. Prävention möchte Christa Kling jedoch nicht als Verlust betrachten, weil man auf vieles verzichten müsse, sondern als Gewinn, um Vielfalt und Genuss zu ernten.

Schon im Kindesalter interessierte sie sich für Gesundheitsprävention, wurde jedoch zunächst Bankkauffrau und arbeitete lange Jahre in diesem Beruf, ehe sie sich bei der Akademie für gesundes Leben in Oberursel als Gesundheitsberaterin ausbilden ließ. Hinzu kam die Ausbildung zur Fastenleiterin und Hospizhelferin.

Da sie festgestellt hat, dass jeder Mensch Gesundheitsprävention anders angeht, greift Christa Kling gerne auch Kundenwünsche auf. Oft gebe es zunächst einen Vortrag, ehe ein neuer Kurs angeboten wird, erzählt sie. Die Kurse seien auf kleine Gruppen begrenzt, und oft sitzen die Teilnehmer anschließend noch zu einem Plausch zusammen und geben Erfahrungen weiter. »Das ist familiärer als im Verein«, so Christa Kling.

Die Gesundheitsberaterin arbeitet auch eng mit Ärzten zusammen. Erstaunlich sei, lächelt sie amüsiert, dass sich immer mehr Männer bei ihr anmelden. »Es gibt ein großes Spektrum, um gesund zu bleiben oder um gesund zu werden«, betont auch Heilpraktikerin Heike Friedrich, die im Institut für Entspannung und ganzheitliche Gesundheit unter anderem Shiatsu anbietet, das helfen soll, energetische Blockaden durch Druck auf die Energieleitbahnen zu lösen. Die Heilpraktikerin informiert im neuen Kursprogramm beispielsweise auch über Blutegel als schmerzlindernde Therapie oder über Darmgesundheit.

Ein weiterer Aspekt, der im Kursprogramm zum Zuge kommt, ist die Ernährung. Ein Landwirt klärt über Vor- und Nachteile von biologischem und konventionellem Anbau auf, zudem gibt es ein Ayurveda-Kochseminar. Christa Kling möchte mit der Kursvielfalt ihre Kunden schulen, sich selbst zu helfen. Etwa mit Yoga. Seit 15 Jahren unterrichtet Heike Friedrich ›Iyengar Yoga‹, eine Variante mit Hilfsmitteln wie Gurten oder Blöcken, wobei eine noch bessere Wirkung auf den Körper ausgeübt werden soll und die dadurch auch für nicht ganz so gelenkige Menschen geeignet ist.

»Ich bin süchtig nach Yoga«, bekennt Teilnehmerin Brunhild Radke. Man fühle sich einfach nachhaltig gut, habe keine körperlichen Beschwerden und fühle sich auch seelisch gut, ist ihre Erfahrung. Yoga sei intensiver als Gymnastik, die Dehnübungen erzeugen ein besonderes Körpergefühl, hat Reinhard Kling festgestellt.

Auch Elsbeth Freiberger und Ursula Rimasch sind begeistert vom Effekt, der sich durch die regelmäßigen Yogaübungen eingestellt hat.

veröffentlicht: Darmstädter Echo

Marvi Mensch
10. 9. 2009